Heutzutage sind die Krankenhäuser sehr modern und man bekommt gleich beim Eintritt ein Armband worauf die persönlichen Daten und neu sogar ein Strichcode versehen sind. Nun kann der Patient also direkt bei Ankuft jeder Abteilung eingescannt werden, wie im Supermarkt ;-))
Ob das wirklich so ist weiss ich nicht, aber ich gehe mal davon aus.

Nun aber von Anfang an. Gestern war ein herrlicher Tag und so dachte ich mir wollte ich mein freien Arbeitstag nutzen um unserer Terrasse noch das Sommeroutfit zu verpassen. Ich schlenderte durch die Gartencenter und kaufte Sommerblumen ein. Daheim fing ich dann an die Blumen einzupflanzen. Einige unsere Töpfe sind von einer Umrandung aus Betonplatten umgeben...hier ein Foto aus dem letzten Jahr...

wie ihr sehen könnt haben sich die Elemente im Laufe der Zeit auseinandergeschoben und die Kerben der Platten sind nicht mehr schön ineinander gefügt. Dies hat uns bis gestern nie gestört. Nun also zog ich die alten Pflanzen aus dem grossen Kübel und dabei muss ich irgendwie an die Platten gekommen sein. Das mittlere, grosse Element löste sich und kippte direkt auf meinen vorderen Fuss. Und ich darf es wohl fast nicht sagen, aber jede Frau wird mir bestätigen dass sie das auch so macht...ich war BARFUSS ! Eine Platte von ca. 80x40x5cm, sicherlich gegen die 15 kg schwer !! Ich glaubte mein Aufschrei konnte man bis nach Afrika hören;-))
Der Fuss schwoll sofort dick an und verfäbte sich blau-rot und in allen erdenklichen Regenbogenfarben. Ich kühlte sofort den Fuss und lagerte ihn hoch. Ich überlegte nun ob ich den Fuss dem Arzt vorstellen sollte oder nicht. Ich gehöre zu der Sorte Frau die man halbtot zum Arzt schleppen muss. Freiwillig gehe ich da nicht hin, denn meist kommt man kranker vom Arzt zurück als man eingentlich ist. Da ich aber schon bei meiner Bänderzerrung vor 3 Jahren zulange gewartet hatte und damals noch mit dem verletzten Fuss nach Stuttgart gefahren bin, gell Manou, wollte ich es dieses Mal besser machen. Also rief ich dem Arzt an und bekam auch sofort einen Termin. Meine Aerztin untersuchte den Fuss und meinte sofort, der Zeh ist bestimmt gebrochen. Wir werden das gleich röntgen und dann wissen wir mehr. Ich dachte mir das kann nicht sein, ich muss morgen zur Arbeit und kann jetzt nicht Unfall machen. Als die Röntgenbilder ausgewertet waren meinte sie zu mir: Ich überweise sie direkt an den Kantonsspital wo sie gleich von einem Chirurgen untersucht werden. Nein danke, so habe ich mir den Tag nun wirklich nicht vorgestellt.

Also fuhr ich vom Arzt direkt ins Krankenhaus. Zum Glück habe ich es dieses Mal schlauer gemacht als beim letzten Mal und den linken Fuss verletzt. So konnte ich nämlich Auto fahren, mit einem Automatikgetriebe geht das gut. Im Spital angekommen der obligate Schreibkram und eben das hübsche Armband;-)) Dann wurde abermals untersucht und nochmals geröntgt. Nach 2 Stunden Aufenthalt endlich die erlösende Nachricht, der Zeh ist doch nicht gebrochen. Auf dem Röngenbild waren Ablagerungen zu sehen die als Bruch gedeutet wurden, aber keiner ist. Wie kam mir doch das bekannt vor und ich erinnerte mich an meine Nierenkolik vor zwei Jahren. Scheinbar ist das lesen von Röntgenbildern nicht nur für uns Laien ein Rätsel;-))
Gegen 18.00 Uhr wurde ich dann aus dem Krankehaus entlassen und ich war echt froh dass der Zeh nun nicht gebrochen ist. Nicht auszudenken was das sonst noch für Folgen nach sich gezogen hätte.
Die Nacht konnte ich dank Schmerzmitteln sehr gut schlafen. Heute werde ich den Fuss pflegen und schonen und morgen wieder zur Arbeit gehen. Zwar nicht mit "arbeitskonformen" Schuhen, aber mit einem dicken Verband ist es etwas schwierig in elegante Schuhe reinzupassen;-))
Nun gehe ich auf's Sofa und am neuen Lace-Tuch stricken. Ihr könnt gespannt sein, denn dieses Mal habe ich etwas in beerentönen und mit eingestricken Glasperlen auf der Nadel.
Herzlichst Jolanda